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Autor
Autor/in:
Martina Eilers
geprüft von
geprüft von:
Manuela Lenuweit
Letzte Aktualisierung: 29. November 2022

Abnehmen mit Heidelbeeren – in den blauen Beeren steckt mehr als du denkst

Heidelbeeren sind mit ihrem hohen Anteil an Anthocyanen einzigartig in der Natur. Diese Pflanzenstoffe sorgen dafür, dass Dir das Abnehmen leichter gemacht wird und du nebenbei deinen Körper auf gesunde Weise wieder in Schwung bringst. Die regionalen Beeren sind sehr kalorienarm und helfen Dir mit ihren Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffe zusätzlich, Deine Wunschfigur auf natürliche Art zu erreichen und Deinen Körper gesundheitlich wieder zu stärken.

In dem folgenden Ratgeber zeigen wir Dir, warum die Heidelbeere nicht umsonst als Superfood bezeichnet werden kann. Unsere Rubrik „Abnehmen mit Superfoods“ zeigt Dir noch weitere Lebensmittel, die Dich beim Abnehmen unterstützen können.
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Blaubeeren von oben mit Blatt

Wie kann ich mit Heidelbeeren abnehmen?

Mit 46 kcal pro 100g und 86% Wasser sind Heidelbeeren kalorienarm und können somit ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden. Wir erklären Dir in Kurzform, warum Heidelbeeren auf Deinem Speiseplan nicht fehlen dürfen, wenn Du Dein Gewicht reduzieren möchtest.

Der Anfang macht die folgende Tabelle, in der Du siehst, welche Hauptinhaltsstoffe in den kleinen blauen Beeren stecken:

Inhaltsstoffe Menge
Energie 46 kcal
Kohlenhydrate 6 g
Fett 1 g
Eiweiß / Proteine 1 g
Ballaststoffe 5 g
Wasser 86 g

Die enthaltenen Ballaststoffe halten dich lange satt. Dazu kommt noch die Tatsache, dass die leckeren Beeren einen niedrigen glykämischen Index besitzen. Das bedeutet, dass sie Deinen Blutzuckerspiegel kaum beeinflussen. Durch diese beiden Eigenschaften sind bisherige Heißhungerattacken endgültig Schnee von gestern.

Kleiner Tipp: Genießt du die Heidelbeeren als Obstbeilage in Deinem Porridge, kannst Du doppelt davon profitieren. Das Vitamin C in den Beeren sorgt dafür, dass Dein Körper das Eisen aus den Haferflocken besser aufnehmen kann und die Ballaststoffe aus den Haferflocken führen zu einem noch längeren Sättigungsgefühl.

Polyphenole, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, sollen die Bildung von neuen Fettzellen reduzieren. Heidelbeeren enthalten von diesen Pflanzenstoffe so viel, dass Dein Bauchumfang schrumpfen sollte, wenn du regelmäßig und täglich 200g davon isst. Allerdings wird empfohlen, nicht mehr als 100g Heidelbeeren täglich zu essen, da sie sonst abführend wirken können.

Noch ein kleiner Tipp: Du solltest den Verzehr von Obst am Abend eher meiden. Schafft der Magen es abends nicht, die Heidelbeeren zu verdauen, kann der Körper die aufgenommene Energie nicht mehr umwandeln und lagert sie in Fett um. Bei unvollständiger Verdauung fängt das Obst an, im Magen zu gären, was zu Bauchschmerzen und Blähungen führen kann. Verteile die empfohlene Tagesration von 100g Heidelbeeren lieber auf die anderen Mahlzeiten.

Frische reife Blaubeeren (Heidelbeeren) in Emaille-Tassen
Heidelbeere in Tasse und daneben

Warum sind Heidelbeeren so gesund?

Die Heidelbeere gehört zu der Familie der Heidekrautgewächse und wächst besonders gern an Waldlichtungen, in Moor- und Heidelandschaften. Schon seit dem Mittelalter sind die Beeren und Blätter bekannt als Heilmittel gegen Magen-Darm-Beschwerden und bei Problemen im Mund- und Rachenraum.

Neben den Hauptinhaltsstoffen können Heidelbeeren mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen auftrumpfen. In der folgenden Tabelle siehst du, welche es sind und wie sie Deinen Tagesbedarf decken können.

100g Heidelbeeren decken den Tagesbedarf einer 25-51jährigen Frau an Nährstoffen zu:

Inhaltsstoffe Tagesbedarf
Kalorien 2,6 %
Kohlenhydrate 3,1 %
Fett 1,7 %
Eiweiß / Proteine 2,1 %
Ballaststoffe 16,7 %
Vitamin C 120,0 %
Vitamin E 16,7 %
Vitamin B3 3,3 %
Vitamin B5 26,7 %
Vitamin B1 20,0 %
Vitamin B2 18,2 %
Vitamin B6 42,9 %
Vitamin B7 2,5 %
Vitamin B9 2,0 %
Phosphor 1,9 %
Kalium 1,8 %
Magnesium 0,7 %
Calcium 1,3 %
Natrium 0,1 %
Eisen 1,8 %
Zink 1,3 %
Mangan 24,0 %
Kupfer 7,8 %
Schwefel n.a.
Chlorid 0,2 %

Der auffällig hohe Gehalt an Vitamin C stärkt Dein Immunsystem. In Kombination mit den anderen Vitaminen hilft es Dir, Dich gegen Bakterien und Viren zur Wehr zu setzen. Außerdem unterstützt es die Eisenaufnahme in Deinem Körper. Eisen ist verantwortlich für die Blutbildung und für den Sauerstofftransport. Hast Du zu wenig davon, fühlst Du Dich schlapp, müde und antriebslos. Die enthaltenden Ballaststoffe wirken sich positiv auf Deinen Darm aus – frische Heidelbeeren helfen gegen Verstopfung und getrocknete Beeren gegen Durchfall. Generell können Sie durch ihre verdauungsfördernden Eigenschaften unliebsamen Magen-Darm-Beschwerden entgegenwirken.

Heidelbeeren haben auch eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel. Der tägliche Verzehr führt zum Rückgang des „schlechten“ LDL-Cholesterins und zum Anstieg des „guten“ HDL-Cholesterins. Dadurch werden Arterienverkalkungen und Diabetes vorgebeugt. Herzkrankheiten treten seltener auf, weil die Gefäßfunktionen verbessert werden. Das Herz muss weniger Kraft aufbringen, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Das allerbeste an Heidelbeeren sind ihre Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die es in der großen Menge nirgends zu finden gibt, wie in Wildheidelbeeren. Sie zählen zu den stärksten Antioxidantien und wirken somit in hohem Maße gegen z. B. Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes, Alzheimer, Parkinson und sogar Krebs. Heidelbeeren sind mit ihren Eigenschaften fester Bestandteil der Pflanzenheilkunde und wurden vom Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel als traditionelle pflanzliche Arzneimittel eingestuft.

Weiteres Wissenswertes zu Heidelbeeren

Wir empfehlen Dir, Kulturheidelbeeren in Bio-Qualität zu kaufen. Bei konventionell gezüchteten Heidelbeeren wurden Pestizide nachgewiesen, bei denen jedoch die zugelassene Höchstmenge nicht überschritten wurde.

Solltest Du unter Fructose Intoleranz leiden, sind Heidelbeeren nicht zu empfehlen, da sie einen hohen Zuckergehalt aufweisen. Halte Dich in diesem Fall an Beeren, die weniger Zucker enthalten, z. B. Brombeeren oder Himbeeren. Wurde bei Dir eine Histamin Intoleranz diagnostiziert, kannst Du Heidelbeeren ohne Probleme verzehren.

Viele Menschen scheuen sich davor, Wildheidelbeeren im Wald zu pflücken (Erntezeit: Juli-September), weil sie Angst vor dem Fuchsbandwurm haben. Diese Angst ist unbegründet. Der Parasit wird nicht durch die Beeren übertragen, sondern findet sich auf dem Waldboden wieder. Dennoch kann es nicht schaden, gepflückte Waldheidelbeeren vor dem Verzehr mit Wasser abzuwaschen.

Frische Heidelbeeren solltest Du am besten im Kühlschrank lagern, denn sonst dauert es nicht lange bis sich der Schimmel auf den Beeren breit macht. Solltest du mal eine große Menge an Heidelbeeren verwerten müssen, kannst Du sie entweder trocknen oder einfrieren.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du Heidelbeeren verwerten kannst. Probiere es aus! Du wirst erstaunt sein, wie lecker die Blaubeeren auch in anderer Form sind:

  • Marmelade
  • Mus
  • Likör
  • Saft
  • im Smoothie
  • im Müsli
  • im Dessert
  • im Salat

Für das Wort Heidelbeere gibt es viele Synonyme, unter denen die Frucht auch noch bekannt ist:

  • Wilde Heidelbeere
  • Blaubeere
  • Schwarzbeere
  • Waldbeere
  • Moosbeere
  • Mostbeere
  • Staudelbeere
  • Wildbeere
  • Zeckbeere
  • Krackbeere
  • Taubeere

Was ist der Unterschied zwischen Kultur- & Wildheidelbeeren?

Bei den Heidelbeeren, die im Handel verfügbar sind, handelt es sich meistens um Kulturheidelbeeren, die extra für den Markt gezüchtet werden. Das größte Anbaugebiet befindet sich in den USA, aber auch in Polen und Deutschland werden sie angebaut, sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus.

Im Gegensatz zu den Wildheidelbeeren sind die Kulturheidelbeeren größer und haben kein blaues Fruchtfleisch. Sie sind weniger aromatisch aber schmecken süßer, aufgrund ihres höheren Zuckergehalts. Kulturheidelbeeren weisen weniger Chinasäure und weniger Vitamine auf als die Wildheidelbeeren.

Die Blaufärbung der Heidelbeeren wird durch die enthaltenen Anthocyane verursacht. Da diese Pflanzenstoffe das Herzstück der gesundheitsfördernden Wirkung sind, sind Wildheidelbeeren gesünder als Kulturheidelbeeren, in denen die Anthocyane nur in der Schale vorkommen.

Eine Familie pflückt während des Sonnenaufgangs Blaubeeren im Wald

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